
Sonntag:
„Am Sonntag, dem 12.7.26 begann das Pfadfinderlager. Um 14 Uhr war der Treffpunkt beim Pfadi-Heim. Wir fuhren mit meinem Papa zur Volksschule Mondsee. Dort kamen wir um ca. 15.20 Uhr an und verabschiedeten uns. Wir schauten uns als erstes unsere Zimmer an und räumten sie ein. Kurz danach gingen wir zum Mondsee.“ (Autor:in unbekannt)
„Am 12. Juli sind wir, die Rieder Pfadfinder, aufs Lager nach Mondsee gefahren. Die Leiter haben uns die Schule gezeigt. Dann durften wir die Klassen einräumen. Danach sind wir in die Stadt gegangen und haben bei Übleis ein Eis bekommen. Davor sind wir aber zum See gegangen und haben unsere Füße rein gehalten. Dann waren wir noch am Spielplatz bei der Schule, weil wir Freizeit hatten. Dann durfte ich mit anderen WiWö und einem Leiter das Lagerfeuer anzünden. Elisa stellte mit Theresa die Bänke um das Lagerfeuer. Im Abstellraum der Schule fand Elisa ein Buch. Somit begann das Lager.“ (Elisabeth)
Um 14 Uhr fuhren wir in Fahrgemeinschaften vom Pfadfinderheim zur Volksschule Mondsee. Nach der Ankunft verabschiedeten wir die Eltern und besichtigten gemeinsam die große und schöne Schule. Anschließend durften unsere vier Rudel ihre Klassenräume beziehen. Insgesamt besiedelten wir vier Klassen in zwei Stockwerken.
Nach einer Stärkung mit köstlichen Muffins spazierten wir in den Ort Mondsee. Vor dem Eisgeschäft stand eine lange Schlange. Also gingen wir Richtung See. Dort schauten wir uns zunächst den Einbaum der Pfahlbausiedlung an. Im See beobachteten wir Fische und Schwäne und ließen die Füße im Wasser baumeln. Am Rückweg waren keine Leute vor dem Eisgeschäft Übleis. So bekamen alle eine Kugel Eis.
Zurück in der Schule richteten fleißige WiWö ein Willkommens-Buffet mit kreativ belegten Broten und Fruchtjoghurt her. Nach dem Abendessen und dem Abwasch durch das Dienstrudel zündete Vincent das Lagerfeuer an, während Elisa mit Theresa aus einem Abstellkammerl die Bänke holte. Hinter den Bänken fand sie ein altes Buch mit einem Ledereinband. Am Lagerfeuer lasen wir daraus die Legende vom untoten Piraten Aaron Algenbart vor. Einige WiWös gruselten sich beim Schlafengehen…

Gegen 21:30 Uhr krochen wir in unsere Schlafsäcke. 😊
Montag:
„In der Früh aßen wir wie immer Nutellabrote. Am Abend suchten wir den Algenbart. Es war sehr gruselig. Wir nahmen zum Schutz noch unser Speckstein-Amulett mit. Als wir mit Hilfe der Abdrücke des Papageis zu einer Kapelle fanden, sah Lorena einen Pirat. Es war Aaron Algenbart. Sie schrie auf und kurz danach schrien fast alle. Aber es ging gut aus.“ (Autor:in unbekannt)
„Am Montag waren wir um sieben Uhr schon wach. Wir fingen schon damit an, dass wir für den SALAWE zusammenräumen. Als um 8 Uhr der Frühstücks-Gong ertönte, gingen wir schnell hinunter, denn wir hatten schon Bärenhunger. Nach dem Frühstück kam eine Frau zu uns. Sie stellte sich als KRISTINA von STEIN vor und sagte, dass sie die vier Steine des Gleichgewichts suche. Als wir ihr das Buch der Mondsee-Piraten zeigten, war sie erstaunt und bat uns um Hilfe, die Steine zu finden. Nach dem Frühstück richteten wir die Zimmer und Garderobe für den SALAWE her. Um 9 Uhr kamen Theresa, Paul und Theo in unsere Zimmer und bewerteten sie. Auch die Garderoben wurden begutachtet.
Am Vormittag gab es 5 Stationen. Wir durften Säbel aus Holz bei Richard ausschneiden und bemalen, schwarze T-Shirts mit Namen und Symbolen bei Kristina bedrucken, aus Speckstein ein Amulett bei Paul und Theo ritzen, ein Piratenrätsel bei Theresa lösen und bei Udo gab es eine Wasserschlacht mit nassen Mini Bällen. Das war sehr lustig!
Danach waren wir wieder hungrig und bekamen Spaghetti mit Tomatensoße zum Mittagessen. Danach gab es wie immer eine Mittagspause, wo wir im Zimmer spielen und lesen durften. Nach der Mittagsruhe erklang wieder der Gong und es wurde verkündet, dass wir zum Mondsee baden gehen. Dort angekommen, sammelten ein paar WiWö Muscheln, andere lasen im Buch der Mondsee-Seepiraten und wieder andere spielten im Sand. Außerdem schwammen ein paar im See herum. Nachdem wir uns abgekühlt hatten, gingen wir wieder zurück in unsere Schule.
Zum Abendessen gab es Allerlei vom Ei (Eierspeise, Spiegeleier, Ham and Eggs, weichgekochte Eier). Nach dem Abendessen waren wir für das nächste Abenteuer gestärkt. Wir wurden mit UV-Lampen ausgerüstet und ab ging es ins Helenental, um den Piraten AARON ALGENBART aus der Legende zu suchen. Dort schalteten wir die UV-Lampen ein und sahen leuchtende Papageienfußabdrücke. Die Fußabdrücke führten uns zu einem Vogelkäfig vor einer Kapelle. Im Käfig waren echte Papageienfedern.
Als wir sicher waren, dass hier der Ort des Aaron Algenbart war, spielte Lisbeth auf der Flöte die Melodie der Mondsee-Seepiraten. Als sie fertig mit dem Spielen war, kam Aaron Algenbart hinter der Kapelle hervor. Lorena schrie so laut, dass alle große Angst bekommen haben. Als wir uns vom ersten Schrecken erholt hatten, erzählte er uns seine Geschichte, wie es dazu kam, dass er als Halbgeist im Helenental mit seinem Papagei Karli gefangen ist. Wir fragten ihn nach den vier Steinen des Gleichgewichts. Nach langem Überlegen fiel ihm ein, dass er eine Schatzkarte besaß, wo er sie damals versteckt hatte, und er gab sie uns. Im Gegenzug mussten wir ihn von seinem Fluch erlösen, indem wir die Steine zurück in den See werfen.

Müde machten wir uns auf den Heimweg. Trotz Müdigkeit liefen wir so schnell es ging zu den Duschen, damit wir noch warmes Wasser hatten. (Es gab Mädchen & Buben Duschen und die, die die Dusche als erste aufdrehten, bekamen warmes Wasser und die anderen eiskaltes Wasser). Nach dem Duschen schliefen wir müde und erschöpft ein. Das war ein spannender Tag.“ (Johanna)
Dienstag:
„Paul und Theo haben uns in der Früh aufgeweckt und das Licht nicht ausgemacht. Danach gab es Frühstück. Danach haben wir die Steine des Gleichgewichts gesucht und gefunden.“ (Laura)
„Am Dienstag mussten wir die vier Steine des Gleichgewichts finden: Frieden, Weisheit, Freundschaft, Natur. Nach einer langen Tour fanden wir alle vier. Aber wir waren noch nicht fertig. Die ganze Gruppe musste die von Aaron Algenbart gestohlenen Steine noch an ihre Stelle zurückbringen. Dafür mussten wir mit Booten auf den Mondsee fahren und sie mit einem Spruch „Lapis in aqua!“ ins Wasser werfen. Dann durfte jeder noch eine Runde mit dem Boot fahren und wir sahen ganz nah einen Schwan. Wir gingen dann heim. Es fing bald an zu regnen. Deswegen konnte man sich entscheiden, ob man ein Eis wollte oder nicht. Ich wollte eins. Die anderen gingen schon heim. Nach dem Eisessen gingen auch wir heim. Es ging sich gerade noch aus, dass wir trocken ankamen. Dann mussten wir eine Zeitlang im Zimmer bleiben. Nach ungefähr 1 ½ Stunden läutete der Gong und wir mussten alle kommen. Christoph erklärte uns, dass wir verschiedene Sachen machen konnten. Ich entschied mich fürs WiWö-Tagebuch schreiben. Theresa und Richard waren bei der Station mit dem ersten Stern, Christoph mit dem zweiten Stern.“ (Jakob)
„Am Dienstag sind wir in der Früh aufgewacht. Am Tag davor habe ich mir die Nase blutig geschlagen. Am Vormittag haben wir die Steine des Gleichgewichts gesucht. Wir sind quer durch die Stadt gegangen. Am Ende des Tages haben wir ein Lagerfeuer gemacht und im Zelt geschlafen.“ (Vincent)

Nach dem Frühstück brachen wir wieder auf ins Helenental auf. Martin zeigte uns den Weg auf der Schatzkarte. Ab einer großen Brücke mussten wir 70 Schritte gehen und den ersten Stein des Gleichgewichts in der Zeller Ache suchen. Lorena fand den „Stein der Natur“ im Schlamm. Dann mussten alle an einem „Hundehaufen“ vorbei. Nur einer stieg hinein. Wer war denn das? Weiter ging es in Richtung der Basilika Mondsee. Unter einer Eibe, die neben der Kirche stand, fand Vincent den „Stein des Friedens“. Wir aßen unser Lunchpaket. Martin zeigte uns den Weg weiter zum dritten Stein, der sich beim Einbaum befinden musste. Raphael fand den „Stein der Weisheit“ hinter dem Denkmal. Jetzt fehlte uns nur noch ein Stein, der auf der Karte als großer Steinhaufen eingezeichnet war. Und tatsächlich befand sich in der Nähe ein Monument aus vielen verschiedenen Steinen. Dort entdeckte Leonie den rosaroten „Stein der Freundschaft“. Nun mussten wir nur noch überlegen, wie wir die Steine zur bestimmten Stelle im Mondsee bekamen. Wir liehen uns sechs Elektro-Boote aus. Die Leiter:innen fuhren mit je vier WiWö hinaus auf die offene See. Dort hängten wir unsere Boote zusammen. Lisbeth spielte die Melodie der Mondsee-Seepiraten auf der Flöte, und wir sagten gemeinsam den Spruch „Lapis in aqua!“,bevorwir nacheinander die vier Steine des Gleichgewichts versenkten. Nachdem wir den vierten und letzten Stein versenkt hatten, spürte Kristina von Stein, wie wieder alles ins Gleichgewicht kam. Zur Versöhnung kam ein Sturm auf und Wolken zogen auf.

Am Nachmittag schrieben einige WiWö Ansichtskarten, andere legten Erprobungen für den 1. oder 2. Stern ab. Vor dem Abendessen stellten wir noch zwei Kegler mit Udo auf der Wiese unterhalb des Spielplatzes auf. Dort durften die WiWö schlafen, die im Herbst überstellt werden. Die Zelte wurden perfekt aufgestellt.

Zum Abendessen gab es Wraps mit Falafel, Mais, Salat, Bohnen, Gurken und verschiedenen Soßen. Am Lagerfeuer schrieben wir unsere Wünsche für Natur, Frieden, Freundschaft und Weisheit auf kleine Zettel, die wir anschließend verbrannte, damit sie in Erfüllung gehen.
Alle zwölf WiWö, die im Zelt schliefen, verbrachten die ganze Nacht draußen. Und zum Glück kam auch nicht der angesagte Regen. Gott sei Dank!
Mittwoch:
Heute mussten wir alle WiWö wecken. Die Schlafsäcke war so richtig schön warm und gemütlich. Während des Frühstücks fand Valentina im Gebüsch den leeren Vogelkäfig von Papagei Karli. Darin lagen bunte Federn von ihm als Andenken. Jeder von uns bekam eine besondere Feder fürs Halstuch.
Nach dem SALAWE genossen wir noch den Vormittag mit Karten schreiben und den letzten Erprobungen. Danach spielten wir „Armer schwarzer Kater“ und „Fliegen“ mit dem Fallschirm.
Zum Mittagessen gab es Würstel, gebratene Maiskolben und knuspriges Steckerlbrot.
Nach dem Essen gingen wir in die Klassen, um unsere Sachen zu packen. Anschließend trafen wir uns zur Lagerreflexion in der Aula.
Besonders gut hat unseren WiWö dieses Jahr gefallen: die Suche nach den vier Steinen, das Lagerfeuer, Spaghetti, Steckerlbrot, das Frühstück, im Zelt übernachten und es vorher selber aufbauen, die Stationen (Speckstein, T-Shirt bedrucken, Schwerter machen, Quiz über die Piraten), Schwungtuch, SALAWE (Sauberkeits-Lager-Wettbewerb), Steine des Gleichgewichts versenken, im Strandbad schwimmen, Aaron Algenbart, Geschichten der Mondsee-Seepiraten lesen, Mondsee & Boot fahren & selber steuern, im Zimmer in der Schule schlafen, Wraps, Wandern, super tolle WiWö 😊

Fünf WiWö durften wir den 1.Stern verleihe: Aureli, Elisa, Johanna, Paula, Vincent.
Außerdem den Titel „Tausendsassa“ und das Abzeichen „Soguka“ für Elisabeth. Dazu brauchte Elisabeth den 1. und den 2. Stern und vier verschiedenfarbige Spezialabzeichen, die sie in den Heimstunden letztes Jahr gemacht hatte.
Soguka steht für „So gut ich kann“, den Wahlspruch der Wichtel und Wölflinge, und ist das höchste Abzeichen unserer Stufe.
Um 14.30 Uhr trafen Eltern, Großeltern und Geschwister ein.
Wieder einmal ging ein lustiges, kreatives und abenteuerliches Lager zu Ende!
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an:
- Eltern und Großeltern für Kuchen, Marmelade, Eier, …
- die Volksschule & die Gemeinde Mondsee für die herzliche Aufnahme
- Schulwart Harry für seine großartige Unterstützung
- allen Familien, die beim Putzen & Zusammenräumen nach dem Lager geholfen haben
14 Wichtel und Wölflinge werden nach den letzten beiden Heimstunden bei den WiWö
am Freitag, 25.September im Stadtpark zu den Guides & Spähern überstellt: